Mein Körper gehört mir!
Im Projekt „Mein Körper gehört mir!“ stärkten wir die Kinder darin, ihre Grenzen wahrzunehmen und selbstbewusst „Nein“ zu sagen.
Ein wichtiges Thema im Alltag
In den vergangenen Wochen drehte sich in unserer Einrichtung alles um den eigenen Körper, persönliche Grenzen und das Recht, „Nein“ zu sagen.
Ziel des Projekts war es, die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Sie sollten erfahren, dass ihre Gefühle wichtig sind und ernst genommen werden.
Einstieg mit Bilderbüchern
Den Anfang machten verschiedene Geschichten wie „Das große und das kleine Nein“, „Küssen nicht erlaubt“ und „Nein heißt nein – sagt die Maus“.
Die Kinder hörten aufmerksam zu und tauschten sich anschließend über das Gehörte aus. Dabei berichteten sie auch von eigenen Erlebnissen. Schnell wurde deutlich: Die Kinder wissen sehr genau, wann sich etwas gut oder nicht gut anfühlt.
„Nein“ sagen will geübt sein
Beim gemeinsamen „Raumlauf“ probierten die Kinder ein leises und ein lautes „Nein“ aus. Sie spürten nach, wie sich ihre Stimme anfühlt und welche Wirkung sie auf andere hat.
Ein Kind stellte fest: „Wenn ich laut Nein sage, hört man mich besser!“
So erlebten die Kinder, dass sie mit ihrer Stimme Grenzen setzen können.
Mein persönlicher Wohlfühlraum
Besonders eindrücklich war die Übung zum eigenen Wohlfühlraum. Mit Kreide zeichneten die Kinder einen Kreis auf den Boden. Dieser Kreis stand für ihre persönliche Grenze.
Immer wieder fragten sie sich gegenseitig: „Darf ich in deinen Kreis kommen?“ oder sagten klar: „Stopp, ich brauche meinen Platz.“
Gemeinsam reflektierten wir, wie wichtig es ist, ein „Nein“ zu respektieren. Ein Kind formulierte selbstbewusst: „Ich darf entscheiden, wer mir nah kommt.“
Gefühle ernst nehmen
In Gesprächsrunden sprachen wir über Situationen, in denen man sich unwohl fühlen kann. Die Kinder überlegten gemeinsam, was sie dann sagen oder tun können und an wen sie sich wenden können.
Beim Ampelspiel ordneten sie Alltagssituationen den Farben Grün, Gelb oder Rot zu. Dabei wurde deutlich: Nicht alle empfinden gleich. Was für ein Kind in Ordnung ist, kann für ein anderes bereits zu viel sein. Diese Erkenntnis stärkte das Verständnis füreinander.
Stärken entdecken und Vielfalt wertschätzen
Über mehrere Wochen gestaltete jedes Kind eine Collage zu eigenen Interessen, Vorlieben und Stärken. Beim gemeinsamen Betrachten wurde sichtbar, wie vielfältig unsere Gemeinschaft ist.
Unterschiede wurden wertgeschätzt, Gemeinsamkeiten entdeckt. „Ich wusste gar nicht, dass du das auch magst!“, sagte ein Kind überrascht.
Auch kreativ setzten sich die Kinder mit dem Thema auseinander – beim Singen des Kinderschutzraps und beim Erfinden eigener Geschichten rund um „Stopp“ und „Nein“.
Unser pädagogisches Ziel
Das Projekt hat die Kinder darin gestärkt, ihren Körper wahrzunehmen, eigene Grenzen klar zu benennen und die Grenzen anderer zu respektieren.
So legen wir wichtige Grundlagen für Selbstvertrauen, Empathie und ein achtsames Miteinander – im Sinne unserer offenen und inklusiven Pädagogik bei Fröbel.